Umsteigen auf gesunde Ernährung – Tipps

 

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Ich freue mich heute über ein Thema zu schreiben, welches mir nah am Herzen liegt: Gesunde Ernährung. Ich wurde häufiger nach Tipps gefragt, um die Umstellung auf gesunde Ernährung zu erleichtern. Wir Menschen sind definitiv Gewohnheitstiere. Manchen gelingt es jedoch auf Anhieb, einen radikalen Wechsel zu vollziehen, anderen tut es gut, es langsam und in kleinen Schritten anzugehen. Beides kann der richtige Weg für einen sein. Worauf es hierbei ankommt, ist die Motivation/das Ziel. Mein Ziel ist und war beim Thema Ernährung immer: Gesundheit. Gesundheit heißt Lebensqualität.

Sicher, möchte so mancher gerne abnehmen, und seine Ernährung deshalb umstellen. Ein anderer wiederum zunehmen und sein gesundes Idealgewicht erreichen. Bei wiederum anderen ist der Beweggrund eine bereits fortgeschrittene chronische Erkrankung oder ein Verlust der gefühlten Lebensqualität, z.B. durch eine Depression. In allen Fällen ist gesunde Ernährung aus meiner Sicht die Lösung.

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Was heißt eigentlich „gesunde Ernährung“

Pflanzlich basierte Ernährung, die nährstoffreich, vollwertig und natürlich ist. Und zwar in Fülle und ohne Begrenzung. Soll heißen: Diäten, die auf Beschränkung basieren, beinhalten i.d.R. ungesunde Lebensmittel, die deshalb nur in Maßen konsumiert werden dürfen. Pflanzliche Ernährung hingegen erlaubt es einem, so viel zu essen, bis man satt und zufrieden ist. Es ist sogar eine Empfehlung, bis zu einer angenehmen Sättigung zu essen. Der Körper teilt einem mit, was und wieviel man braucht. Das ist unter anderem durch die geringere Kalorienzahl von Obst & Gemüse möglich.

Ausgewogene, pflanzliche Ernährung ist laut meiner Recherche über die letzten Jahre hinweg die optimale Ernährung für den Menschen [Position of the American Dietetic Association: vegetarian diets].

Basierend auf dem Aufbau unseres Darmtraktes und Gebisses, sind wir von Natur auf Herbivore (Pflanzenfresser). zähneTiere, die von Natur aus Fleischfresser sind, haben offensichtlich das passende Gebiss dafür – vor allem aber auch den entsprechenden Darmtrakt: Die Nahrung hat einen kürzeren Verdauungsweg. Der von Herbivoren dagegen ist länger und gewundener, d.h. es ist eine größere Fülle an leicht verdaulichen Lebensmitteln notwendig, welche sich gegenseitig als Masse sanft durch den Darm pressen. Fleisch hat im Verhältnis zu den Kalorien eine geringere Masse und bietet diesen „Press-Effekt“ nicht, wodurch es sich länger im Verdauungstrakt aufhält und sich während seines Verfalls unangenehm auf den Körper auswirkt.

Quelle: https://www.google.de/search?q=carnivore+darm&client=firefox-b-ab&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwityuik4IfTAhXLWSwKHUHvBD8Q_AUICCgB&biw=1540&bih=834#tbm=isch&q=carnivore+vs+herbivore+digestion&*&imgrc=azmtSTtszZcxiM:

Hierfür empfehle ich jedem, eine gründliche und objektive Recherche zum Thema. Mehr Info & Inspo, z.B. hier: Vernünftige & authentische Entscheidungen beim Essen oder hier: Ist vegan essen gesund?

Und ist es nicht erstaunlich, dass der Mensch bei Krankheiten besonders auf pflanzliche Nahrung zurückgreift? Niemand, auch nicht der größte Veganismus-Kritiker, empfielt ein mit Käse überbackenes Steak oder einen Milchshake gegen Grippe.

Haferflocken

Mangelernährung & Mangelerscheinungen bei pflanzlicher Ernährung?

Die Angst vor Mangelerscheinungen schreckt viele Menschen von rein/vorwiegend pflanzlicher Ernährung ab. Erstaunlich jedoch, dass Mangelerscheinungen vorwiegend bei Nicht-Veganern auftreten. Dies ist, wenn, eine Folge von unausgewogenem Essen, sprich: Stark verarbeitete, nährstoffarme und zugleich kalorienreiche Lebensmittel, Tierprodukte (besonders aus Massenproduktionen), Konsum von ungesunden Fetten, Übermäßiger Verzehr von Zucker(arten), Weizenprodukten und chemisch versetzten Lebensmitteln (z.B. Fertigprodukte).  Wirft man einen Blick auf unsere „Gesundheitsindustrie“/Pharmaindustrie, fragt man sich doch, warum so viele Menschen auf chemische Medikamente angewiesen sind und Jahr für Jahr neue Medikamente entwickelt werden müssen? Wenn doch alles mit den im Supermarkt angebotenen Produkten in Ordnung ist, warum werden die Menschen dann krank? Warum werden sie erst auf ihr Konsumverhalten hingewiesen, wenn sie bereits von Diabetes geplagt sind, eine Schilddrüsenstörung haben, Magen-Darm-Erkrankungen oder ein schwaches Immunsystem?

Ist vegan immer gleich gesund?

Ein kleiner Trugschluss steckt hinter der Annahme, alles wo „vegan“ drauf steht, sei gesund. Auch „vegane“ Fertigprodukte beinhalten unter Umständen eine Vielzahl an chemischen Zusatzstoffen (Geschmacksverstäker, Konservierungsmittel, Emulgatoren, etc.) und sind deshalb keine nahrhaften Lebensmittel. Viele abgepackte Süßgkeiten sind ebenfalls „vegan“ – trotzdem sollte man darauf achten, was genau drin ist. Wer als veganer nur stark verarbeitete, zucker- & zusatzstoffhaltige Lebensmittel isst, versorgt seinen Körper nicht ausreichend.

Die größten Ängste, was Mangelerscheinungen bei pflanzlicher Ernährung betrifft

Proteinmangel: Proteinmangel ist keine echte Volkskrankheit. Alle natürlichen, pflanzlichen Lebensmittel enthalten Proteine und unser Tagesbedarf liegt weit niedriger, als wir dank Fitnessindustrie glauben. Mein derzeitiger Proteinbedarf liegt bei ungefähr 50g/Tag. Mit einer Schüssel Hafrflocken am Morgen habe ich den Bedarf bereits zur Hälfte gedeckt. Wirklicher Proteinmangel betrifft Menschen, die unter Unterernährung, nahe dem Hungertod leiden. Artikel zur Einnahme von zu viel Protein: Dr. Campbell’s recommendations for Dietary Guidelines.

Pflanzliche Lebensmittel enthalten außerdem mehr verwertbares Protein im Vergleich zu Fleisch, z.B. Hülsenfrüchte (Linsen: 12g Protein/100g, Erbsen 7g/100g, Kicherebsen 9g/100g), Spirulina: 57g/100g, Soja: 17g/100g, Chia Samen: 17g/100g, Hanfsaat: 30g/100g, Nüsse (z.B. Mandeln: 22g/100g, Erdnüsse: 25g/100g), Haferflocken: 13g/100g, u.s.w.

B12-Mangel: Vitamin B12 kommt natürlicherweise in keinem Lebensmittel vor, da es ein Beiprodukt von Bakterien ist. Es kommt in der Erde und im menschlichen Körper vor. B12-Mangel ist tatsächlich kein Veganer-Problem. Es ist ein menschliches Problem, welches sich jedoch aufgrund von unnatürlicher Ernährung entwickelt hat. Die meisten Menschen sind nicht B12-insuffizient, da es sogar bis zu 30 Jahre bis zur Entwicklung einer Mangelerscheinung dauern kann. Wieso wird also Fleischverzehr gegen B12-Mangel propagiert? Da B12 wie gesagt in der Erde vorkommt, nehmen Kühe es über den Verzehr von erdiger Wiese auf. Durch die Fütterungstradition in der heutigen Massentierhaltung, mangelt es den Tieren an B12, weshalb ihnen das B12 in chemischer Form gespritzt wird. Zu diesem Thema empfehle ich wärmstens dieses Video: B12 Deficiency? Besser hätte man es nicht zusammenfassen können.

Eisenmangel: Pflanzliche Lebensmittel sind reich an Eisen und decken mit Leichtigkeit den täglichen Bedarf von nur 1-4 Milligramm, z.B. Spirulina: 28,5mg/100g, grünes Blattgemüse (z.B. Spinat: 3-4mg/100g), Kakao: 13,5mg/100g, Trockenfrüchte 0,8g/100g, Melasse 4,7mg/100g, Vollkorn (z.B. Quinoa: 8mg/100g), Leinsamen: 8,2mg/100g, Bohnen, Nüsse, Sesam, u.v.m. // wer eine starke Regelblutung hat, kann den Eisenverlust ganz leicht durch die Einnahme von Spirulina ausgleichen. 1-2x pro Woche eine Messerspitze in den Green Smoothie gemischt, und man ist bestens versorgt.

Calciummangel: Tatsächlich beinhalten pflanzliche Lebensmittel mehr als genügend Calcium, um den durchschnittlichen Bedarf von 1000mg pro Tag zu decken z.B. Kohl: 55mg/100g, Melasse: 205mg/100g, Blattspinat: 120mg/100g, Brokkoli: 65mg/100g, Grünkohl: 100mg/100g, Mandeln: 264mg/100g (Ein Rezept für eine leckere, zuckerfreie Mandelmilch findet ihr hier: Mandelmilch selber machen), Datteln: 39mg/100g, u.v.m.

Mandelmilch

Tipps für einen sanften Übergang zu gesunder Ernährung

  1. Mit kleinen Schritten ans Ziel: Sich Zeit zur Umgewöhnung geben, zahlt sich auf lange Sicht aus. Ohne Druck kann man Frustration verhindern und die Freude an der Veränderung aufrecht erhalten. Fügt man stetig mehr und mehr gesunde Lebensmittel zum täglichen Essen hinzu, steigen die Erfolgschancen. Meine Empfelungen sind u.a. Smoothies zum Frühstück (voller Nährstoffe auf wenig Masse konzentriert, schnell zubereitet, schnell verzehrt), vollwertige Lebensmittel wie Kartoffeln, Linsen, Bohnen, Quinoa, Reis, Vollkornnudeln, etc. als Basis jedes Rezeptes (keine Angst vor Kolenhydraten!), bunte Salate mit selbstgemachtem Dressing, mehr Gemüse in Soßen, Suppen und jeden Eintopf mischen.IMG_1266
  2. Ungesundes ablösen, statt ausradieren: Das hilft, Rückschläge zu vermeiden und seine Gewohnheiten schonend umszustellen, ohne etwas zu vermissen. z.B. Rohrzucker durch gesündere Süße wie Kokosblütenzucker ersetzen (besser für den Blutzuckerspiegel), Agavendicksaft oder Honig, Datteln (in Smoothies, als Topping für Porridge oder zum Backen), Jodsalz durch Meersalz ohne Jod & Rieselhilfen, gleichzeitig mehr mit Kräutern würzen, weniger Öl beim Braten oder es durch Wasser ersetzen (ja, das funktioniert super), Avocado oder Hummus auf’s Brot statt Butter/Margerine, Direktsäfte statt Limonade oder Limonade mit Trauben-/Apfelsüße (Bsp: Bio Zisch Rosenlimonade), Soßen & Dips selber machen oder zuckerfreie Versionen kaufen (z.B. Zwergenwiese Kinder Ketchup mit Apfelsüße).
  3. Essen, bis man satt ist: Einer unglaublich wichtiger Punkt. Auch auf pflanzlicher Basis, kann es einem an etwas mangeln – und zwar, wenn man zu wenig isst. Pflanzliches hat weniger Kalorien als tierische Produkte, deshalb fallen die Portionen größer aus, als man es vielleicht gewohnt ist. Sich gesättigt und voll zu fühlen, ist ein gutes Zeichen. Auf seinen Körper zu hören und rechtzeitig und ausreichend zu essen, beugt Heißhunger und Mangelernährung vor. Außerdem stimmt es einen zufrieden. Genügend essen heißt, dem Körper genügend Nährstoffe zum Funktionieren zu geben. Nur so kann man genug Energie für einen intensiven Alltag aufbringen und halten. Eine Hilfe um zu sehen, ob man genügend isst, ist (außer dem Bauchgefühl) für den Anfang Cronometer.com .
    vegane Burger mit Pommes
    vegane Burger mit Pommes
  4. Lieblingsgerichte umwandeln: Mit leckeren Gerichten, verbinden wir oft Wohlgefühle, Kindheitserinnerungen und Zufriedenheit. Deshalb finde ich es sehr hilfreich, sogenanntes ‚comfort food‘ in einer gesunden Version im Speiseplan zu behalten. Für mich ist das beispielweise die leckere Lasagne von meiner Mama, für andere vielleicht Klöse mit Rotkohl und Braten, Pizza, Pasta oder Gebackenes. Man kann jedes Gericht mit tierischen Zutaten auf Pflanzenbasis nachkochen und gesünder gestalten.
  5. Essen muss lecker sein: Was so selbstverständlich klingt, übersehen so manche Leute. Es gibt nichts frustrierendes, als Essen, das nach nichts schmeckt. Fad, trocken oder langweilig sollte es nicht sein. Das raubt einem schon nach ein paar Bissen die Motivation. Ich bin deshalb für farbenfrohes, knackiges Gemüse, viele Kräuter und Gewürze, viel Soße, üppige Portionen und wenn Obst, dann reifes, saftiges Obst. Das gilt besonders für Salate. Das Dressing muss einfach toll schmecken. Und mit ein bisschen gekneteter Avocado und Zitronensaft, wird aus jedem Salat ein Genuss.
  6. Einfache, simple Rezepte: Es sich leicht zu machen, hilft konsistent zu bleiben. Leckeres, gesundes Essen kann in Minuten zubereitet sein. Sei es ein frischer Smoothie, Ofengemüse mit Guacamole-Dip, Porridge mit frischen Früchten & Datteln, Gemüsepfanne mit Reise oder Nudeln, Pasta mit Passata und Gemüse, Glasnudeln mit Erdnusssauce, Summer Rolls, ein frischer Salat, Zucchini-Nudeln, u.v.m.. Mein Tipp: schreibt euch jedes Rezept auf, das euch anspricht, macht Fotos, hängt sie sogar an den Kühlschrank und erstellt euch auf die Art ein Repertoire an tollen Rezepten, an die ihr euch erinnert, wenn die Ideen ausgehen.

Was einen in der Übergangsphase erwartet

Wer plötzlich ballaststoffreich isst, gibt seiner Verdauung mehr zu tun. Besonders Rohkost, bringt die Darmarbeit auf ein neues Level. Spürbar wird es manchmal durch Luft im Bauch, Müdigkeit nach dem Essen (da die Verdauungsorgane alle Energie brauchen) und mehr Appetit. Keine Angst, das geht vorbei. Gebt eurem Körper Zeit, sich selbst zu regulieren und helft, wenn nötig, durch probiotische Lebensmittel (z.B. Sauerkraut, Miso, Kombucha) nach. Genügend Schlaf hilft auch und ja, die Luft im Bauch einfach rauslassen.

Das Ergebnis wird sein, mehr Energie zu haben, mehr Gesundheit, sein Optimalgewicht zu erreichen und in bewussten Kontakt mit seinem Körper zu kommen.

Ein letzter Tipp

Gut informiert zu sein, hilft Kritikern und bohrenden Fragen selbstbewusst zu begegnen. Wer einen als „Öko“ oder „Pflanzenfresser“ schimpft, weiß es einfach nicht besser. Sollte man zu Hause leben und auf Widerstand bei den Eltern stoßen, ist es wichtig liebevoll und gelassen zu bleiben. Je mehr sie spüren, dass man es ernst meint und sich gründlich informiert hat, desto mehr respektieren sie die eigene Entscheidung. Sollten alle Stricke reißen, kann ich sehr empfehlen der Familie ein unschlagbar leckeres pflanzliches Essen zu kochen, und die Geschmacksnerven sprechen zu lassen.

 

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Zu diesem Thema werde ich demnächst noch ein ausführliches Video drehen. Bis dahin, alles Liebe. Eure Joanna

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Glastonbury – mein Reisetagebuch

Heute ist der 30.03.2017. Vor zwei Jahren (Juli 2015) habe ich einen der schönsten Orte in Europa besucht. Gemeinsam mit meiner Mama, die Reisen organisiert und leitet, meiner kleinen Schwester, und einer Gruppe von Frauen, waren ich für knapp zwei Wochen lang in Glastonbury. In einem alten Cottage, welches wir vollständig gemietet hatten. Genauer gesagt, in einem kleinen Dörfchen namens Butleigh.

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Das Anwesen bestand aus einem Haus, mit vielen kleinen Zimmern und einem riesigen Garten. Die Besitzerin, eine ältere Dame, hat alles liebevoll bepflanzt. Sie war die gesamte Zeit bei uns im Haus und hat uns jeden Morgen ein Frühstück bereitet aus Obst, traditionellem Porridge, Tee und Toast.

Als wir ankamen, war es spät abends. Alle waren müde von der langen Fahrt. Mit zwei großen Autos kamen wir u.a. mit der Fähre her. Bei der Ankunft haben wir uns erstmal vor dem Friedhof neben dem Haus erschrocken und hatten auch nicht den besten Eindruck von einer müden, älteren Frau, die uns mit leicht versteinerter Miene die Tür zu ihrem Haus öffnete und uns alle bat, unsere Schuhe vor der Haustür auszuziehen. Empfangen wurden wir vom Duft eines alten Hauses voller Teppiche, knarrender Holzböden und alter Gemälde. Meine kleine Schwester und ich, haben uns die Hand gehalten und gehofft, dass das Haus nicht verflucht sei. Und so haben wir uns zu dritt mit unserer Mum in ein enges kleines Zimmer verkrümelt, schön dicht zusammengekuschelt.

Mit dem nächsten Morgen kam Licht ins Dunkel. Das Haus wirkte auf einmal heller, freundlicher und die Dame des Hauses weniger unnahbar. Besonders, als ich das fertige Frühstück gesehen habe, kam mehr Wohlgefühl auf. Der Geruch von Toast hat mich aufgelockert. Und das leckere Porridge… jetzt war ich angekommen.

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Nach und nach habe ich den wunderschönen Garten entdeckt. Und ich war so froh, meine Kamera dabei zu haben. Übrigens; der Grund warum ich mit auf diese Reise gegangen bin war, mich zu erholen. Ich hatte nur ein paar Wochen zuvor eine OP am Blinddarm, da ich vorher ständig Bauchprobleme hatte. Es war eine Phase in der ich von Arzt zu Arzt, von Krankenhaus zu Krankenhaus, von Fehldiagnose zu Fehldiagnose geschickt wurde. Letztendlich bin ich auf dem OP-Tisch gelandet, wodurch sich das Problem nicht löste. Es war nicht der Blinddarm. Trotzdem wurde er entfernt. Ich wurde sogar mit mehr Beschwerden und 6 kg Gewicht weniger entlassen. Ich konnte kein Essen in mir halten, hing am Tropf, vollgepumpt mit Antibiotika und kam nach ziemlich unangenehmen Nächten in der Klinik wie ein Häufchen Elend nach Hause. Ein ziemlicher Tiefpunkt. Im Nachhinein weiß ich definitiv, dass meine Bauchprobleme auf mentalen Stressoren beruhten. Deshalb war diese naturnahe Reise genau, was ich brauchte. Und das Porridge jeden morgen half mir, wieder zu Essen und mein Normalgewicht zurück zu bekommen. Eine Erfahrung, die mir – Mal wieder – gezeigt hat, dass die Lösung für Gesundheutsprobleme nicht bei den Schulmedizinern liegt.

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Der Garten war voller Schmetterlinge, Hummeln und kleinen Vögeln. Einfach wunderschön anzusehen. Trotzdem verbrachte ich hier relativ wenig Zeit, da wir jeden Tag ein Programm vor uns hatten. So ging es spätestens um 08:00 Uhr aus dem Haus.

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Unser erstes Ziel war Glastonbury. Eine wunderschöne kleine Stadt, die wie verzaubert wirkt. Ein esoterischer Laden neben dem anderen, die Menschen waren angezogen, wie aus einer anderen Zeit. Straßenmusiker, natürliche Restaurants, öffentliche Meditationsräume, Kristallshops, süße kleine Bäckereien. Wir waren an mehreren Tagen da, da es so nah an Butleigh lag und mehrere Sehenwürdigkeiten hat.

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Ein Ort, den man unbedingt besuchen muss: Das Rainbow’s End Café. Hier gibt es unfassbar leckeres, vegetarisches, biologisches Essen. Die Atmosphäre ist sehr schön. Die bunten, herzhaften Salate, Pizzen, Antipasti, hausgemachte Limonaden, Eintöpfe und die Torten… mein Gott diese Torten. Nicht von dieser Welt.

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Der Innenhof des Cafés

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Genrell ging mir das Herz auf, als ich all die biologischen, natürlichen Geschäfte gesehen habe. So war ich z.B. bei jedem Besuch in einem Bio-Supermarkt und habe mit meiner Schwester durch den Laden gestöbert.

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Könnt ihr euch vorstellen, wie groß meine Augen bei den ganzen Ölen wurden? Die Preise hier sind vergleichbar mit denen in Deutschland und günstiger. Die Auswahl ist aber viel größer und vielfältiger, was wirklich natürliche Produkte angeht.

Apropos Öle, bei Starchild gibt es eine unfassbar Große Auswahl an hochwertigen ätherischen- und Basisölen, sowie Räucherwerk, selbstgemacht Salben und Tinkturen.

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Zwischen all den Ölen versteckt sich das ein oder andere dekorative Kunstwerk, das man auch kaufen kann. In der ganzen Stadt spürt man, wie sehr die Weiblichkeit betont und gefeiert wird – durch Figuren, Bilder oder auch Events „for Goddesses“ sowie den „Goddess Temple“ neben dem Starchild Shop.

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Der Goddess Temple

Wandert man in Glastonbury aufwärts, findet man die Quellen im Chalice Well Garden. Man zahlt hier Eintritt. Da das Wetter super mitgespielt hat, haben wir dort ausgiebig gepicknickt und die Sonne genossen. Als „Kraftort“ bezeichnet, liegt der Garten mitten in dem Städchen und wirkt auch wie von einer anderen Welt. In den Quellen kann man waten und sich so etwas Gutes tun. In meinem Post zum Barfußlaufen erzähle ich mehr zu dem Thema.

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In den Gärten herrscht Ruhe. Die Atmosphäre ist dementsprechend wunderbar entspannend.

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Nebenan befinden sie die weiße und die rote Quelle. Hier kann man sich frisches Trinkwasser zapfen. Mit Kanistern und Flaschen ausgestattet, haben wir hier immer wieder unsere Reserven für den Trip aufgefüllt. Wenn die Quellen auch innen geöffnet sind, kann man sogar in einem Tauchbecken baden gehen. Es ist eiskaltes Wasser in einem Gemäuer. Teilweise mit Kerzen beleuchtet und mit Düften beräuchert. Meine Mama war so mutig, mit den anderen Frauen ein kaltes Bad zu nehmen. Meine Schwester und ich haben nur zugesehen.

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Weiter aufwärsts findet man Tor Hill. Auch Glastonbury Tor genannt, was ein keltischer Begriff für „konischer Hügel“ ist. Der Aufstieg erstreckt sich über eine grüne, teilweise bewaldete Landschaft, vorbei an Kuhweiden und Schafsherden. Es ist angenehm und auch für untrainierte „Wanderer“ machbar. Je höher man steigt, desto windiger wird es. Deshalb empfehlen sich auch im Sommer eine Jacke und eine windfeste Frisur. Mit Frenchbraids und Hut war ich gut bedient.

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Wieder zurück in Glastonbury, findet man die Abbey. Eine wunderschöne Anlage mit alten Kirchenruinen und Gärten. Hierfür zahlt man Eintritt. Wenn man möchte, kann man zusätzlich das Museum besuchen. Der Garten war einer der schönsten Orte für mich. Ich hätte echt ewig bleiben können.

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An einem anderen Morgen hat es uns ein bisschen weiter weg verschlagen. Wir sind zu den Wasserfällen St. Nectan’s Glen gefahren. Wie eigentlich jeden Tag, haben wir auch unterwegs Stopps an verschiedenen Orten gemacht. Unter anderem an Feldern mit Kornkreisen und an der Küste in der Nähe von „Merlins Höhle“. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich während des ganzen Trips kein Wlan hatte? Okay, bis auf eine Stelle vor einer Bank, auf der Straße in Glastonbury, von wo aus ich meinem Freund ab und zu ein Lebenszeichen geschickt habe. Jedenfalls, zurück zu den Wasserfällen. Wir sind also von der Küste aus durch einen wunderschönen Wald gewandert. Vorbei an Bächen, über alte Holzbrücken hinweg, bis hin zum Wasserfall. Dort gab es ein kleines Café und einen Souvenirshop.

Das Wasser war eiskalt. E I S K A L T . Und trotzdem sind wir reingestiegen und haben danach „Wunschbänder“ aufgehangen.

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An einem anderen Tag sind wir in der näheren Umgebung von Glastonbury auf die Suche nach zwei alten Eichen gegangen, um die sich viele Sagen ringen. Sie nennen sich „Gog and Magog“ – die biblischen und islamischen Geschichten um diese Namen haben eher wenig mit dem Ort zu tun. Man sagt den Bäumen eine Verbindung zu Avalon nach. Für mich waren es einfach zwei beeindruckende alte Bäume, an deren Fuß.. oder auch auf deren Zweigen ich mich ein bisschen ausruhen konnte.

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Zurück in der Stadt sind wir auch Mal über einen Markt gestolpert. Da habe ich mir Duftöle und ein paar Kleinigkeiten gegönnt. Ich werde übrigens öfters gefragt, woher ich meinen Nasenring habe – etwas random – aber es passt ganz gut, da ich nämlich mehrere vergoldete Ringe in Glastonbury gekauft habe. Für nur 5 Pound das Stück. Und es sind schöne, kleine Nasenringe, nicht solche großen, wie es sie sonst immer beim Piercer zu kaufen gibt. Jedenfalls befindet sich der Laden (ein Tattoostudio) in einer Seitenstraße vom kleinen Marktplatz aus gesehen (wo ein Brunnen steht) „nach unten“. Mag nicht die allerbeste Wegbeschreibung sein, allerdings ist das Städtchen glücklicherweise überschaubar und soweit ich weiß, war es dort auch das einzige Tattoostudio.

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Ein weiteres Rastaurant, das ich empfehlen kann ist Hundred Monkeys. Biologisches, natürliches Essen. Etwas teurer als das Rainbows End Café, aber auch echt lecker. Dort habe ich zum ersten Mal Brunnenkressen-Salat gegessen. Noch bevor ich wusste, wie extrem gesund Brunnenkresse („watercress“) ist und dass sie, ähnlich wie Chiasamen, Spirulina und andere „Super Foods“ einen kleinen Hype unter Gesundheitsfans hat.

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Wenn ich zwischendurch Hunger auf eine Kleinigkeit hatte, habe ich mir Snacks wie Datteln oder Pastries besorgt. Es gibt an jeder Ecke einen traditionellen Bäcker mit den leckersten Backwaren.

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Diesen Sommer zieht es mich wahrscheinlich wieder nach Glastonbury. Wart ihr schon Mal in Südengland?

Hoffentlich habt ihr Freude an meinen Eindrücken. Solltet ihr Fragen haben, könnt ihr euch in den Kommentaren unter meinem Instagram-Post zu Glastonbury an mich wenden. Da meine Mama jedes Jahr eine geführte Reise dorthin organisiert, habe ich eine der besten Quellen für Infos.

Ich würde sagen, bis zum nächsten Reisetagebuch!

Eure Joanna.

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Barfußlaufen ist gesund!


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Barfußgehen & Tautreten sind bewährte Mittel für einen gesunden Körper nach der kneipp’schen Tradition. Erinnerst du dich an das Gefühl, barfuß über eine Wiese zu laufen und den Boden an deinen Fußsohlen zu spüren? Das erdet ungemein und bringt den Menschen wieder in Kontakt mit seinen Sinnen. Als Kinder haben wir es ständig gemacht, egal ob der Boden schmutzig, feucht oder uneben war – jeder Grund wurde mal mit den Füßen erkundet.

Dabei steckt noch mehr dahinter als nur der Spaß (obwohl das schon Grund genug ist). Das Barfußgehen, vor allem durch kühle Gewässer

  • stärkt das Immunsystem (Abhärtung)
  • sorgt für eine reflektorische Stärkung der Unterleibsorgane
  • wirkt gegen Kopfschmerzen
  • kräftigt die Fußmuskulatur, stärkt Sehnen und Bänder
  • richtet das Fußgewölbe auf & beugt damit Senk- und Plattfüßen vor
  • dient als Venen- und Wadenmuskel-Pumpe
  • massiert die Fußreflexzonen
  • dient dem Stressabbau
  • hilft gegen Fußschweiß und beugt Fußpilz vor

Laut Kneipp sollten die Füße vorher warm sein und im Anschluss trocken und warm verpackt werden. Ich denke unsere Intuition rät uns ohnehin dazu, sich danach kuschelig einzupacken. Es reichet schon eine halbe Minute mit nackten Füßen im Wasser oder auf einer feuchten Morgentau-Wiese.

Ich persönlich liebe es, im Sommer barfuß zu gehen. Auf jedem Gartenfest ist es mit das erste, was ich mache. In den kühleren Jahreszeiten, achte ich darauf meine Füße nicht komplett auskühlen zu lassen und creme sie nach dem Abtrocknen ein, z.B. mit Kokosöl oder einem Mix aus Shea Butter und ätherischen Ölen. Dann werden die eingekuschelten Füße gleichzeitig gepflegt, weich und das Nervensystem profitiert von der Wirkung der Aromatherapie.

Grounding, auch Earthing genannt:

Der direkte Kontakt mit der Erde wirkt sich auf die Emotionen und die mentale Stabilität aus. Es wirkt gegen Stress, Schlafstörungen und Ängstlichkeit.

Mit der Zeit lagern sich positive Elektronen in unserem Körper an, die beim Kontakt mit der Erde ausgeglichen werden, sodass er wieder negativ geladen wird (was eine gute Sache ist). Grounding

  • reduziert Entzündungen durch das verteilen von überschüssigen positiven Elektronen
  • reduziert chronische Schmerzen
  • verbessert den Schlaf
  • schenkt Enegie
  • reduziert die Produktion von Stresshormonen
  • normalisiert den biologischen Rhythmus
  • verbessert den Blutdruck & Blutfluss
  • löst Muskelspannung & Kopfschmerzen
  • mildert Menstruationsbeschwerden und hormonelle Imbalance
  • beschleunigt die Selbstheilung
  • kann einen Jetlag ausgleichen
  • schützt den Körper vor elektromagnetischer Straglung
  • verkürzt die Regenerationszeit von Sportverletzungen
  • unterstützt die Nierengesundheit

Also, nichts wie Schuhe aus.

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Okra Groundnut Soup, Fufu & Plantain – Wohlfühlrezept | vegan


Musik im Intro: Fally Ipupa – Original

Z U T A T E N
1 gr. Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 Scotch Bonnet Chili
Bio Tomatenmark
Bio Tomaten
Erdnussmus 100%, vom Biosupermarkt
Okra, vom Afroshop
Plantain, vom Afroshop
Natives Bio Olivenöl
Fufu Plantain Mix, vom Afroshop
Heißes Waser
Gewürze: Chili, Curry, Kurkuma, Piment, Pfeffer, Salz
Alnatura Gemüse Boullion Würfel

Okra Groundnut Soup auf niedriger Hitze köcheln.
Plantain im vorgheizten Ofen auf 180°C backen, bis sie außen goldbraun und innen weich sind. Plantain müssen eine braune Schale haben, damit sie reif genug sind.

1 Tasse Fufu mit 2 Tassen heißem Wasser in Topf mit niedriger Hitze mischen, gründlich verkneten, ggf. etwas heißes Wasser nachgeben und warm servieren.

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Warum man Bananen essen sollte, wenn sie fleckig sind

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Was auf den ersten Blick so aussieht, als seien die Bananen nicht mehr ganz frisch, ist so ziemlich das beste Merkmal, an dem man reife Bananen erkennt. Sie sind genau richtig zum Verzehr, wenn ihr Schale braun gepunktet und leicht abziehbar ist.

Je reifer die Banane, desto süßer ist sie. Und jetzt das wichtigste: Je reifer, desto mehr TNF enthält sie. TNF steht für Tumornekrosefaktor und ist eine kraftvolle krebs- und entzündungshemmende Substanz, die die Kommunikation zwischen den Zellen unseres Immunabwehrsystems unterstützt.

Wer sich pflanzenbasiert oder vegan ernährt, kauft ja gerne einen großen Bananenvorrat ein. Wenn dann alle Bananen zur gleichen Zeit reif sind, kann man sie entweder alle verarbeiten und zügig essen oder man friert einen Großteil geschält und portionsweise ein, um sie später ganz gemütlich für Smoothies oder Nicecream zu benutzen.

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The Great Berry, Köln | Testessen

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Leute, ich war vor kurzem bei „The Great Berry“ frühstücken ohne zu wissen, dass dieser Superfood-Laden unter den Bloggern und nicht-Bloggern einen kleinen Hype hat. Ich kann es absolut empfehlen! Wir haben uns Smoothie Bowls, Tee und Bananenbrot gegönnt. Super lecker. Der Laden ist klein und schnuckelig, stylish und gemütlich eingerichtet. Die zwei jungen Frauen die unsere Bestellung an der Theke aufgenommen haben waren sehr freundlich (was ich echt wichtig finde) und die fertigen Bestellungen wurden uns an den Tisch gebracht. Ein bisschen eng wurde es, aber zum Glück war auf den Lehnen/der Fensterbank hinter uns noch Platz für die kleinen Teller, die nicht mehr auf den Tisch passten.

Die Smoothie Bowls, die ich euch guten Gewissens empfehlen kann sind 1. die Raspberry Bowl:

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und 2. die Acerola Bowl:

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Getrunken haben wir Minztee mit frischen Blättern und eine Jasmintee-Mischung.

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Bananenbrot
Bananenbrot

Ein kleiner Blick in die Speisekarte:

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Die Preise sind angemessen. Die große Smoothie Bowl und der Tee im großen Glas haben mich zusammen ca. 10€ gekostet. Das ist mir ein gesundes, leckeres und wunderschön angerichtetes Essen wert. Falls ihr schon da wart oder hingehen werdet, teilt euren Eindruck gerne mit mir und den anderen LeserInnen in den Kommentaren. ✨

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